Der einstige Adelshof der Freiherren von und zu Erthal, ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert, blieb trotz modernisierender Veränderung mit seinem hochgezogenen Walmdach ortsbildprägend. Der Renaissance-Hoftorbogen mit Mannpforte und Wappen (Reichsadler und von Erthal) wurden vollständig, aber sehr qualitätvoll erneuert. Die bemerkenswerte ortsgeschichtliche Bedeutung leitet sich ab aus dem hier zuletzt eingerichteten Sitz der bis 1972 selbständigen Bürgermeisterei und Dorfvertretung. Das Recht auf einen eigenen Ortsvorsteher innerhalb des Stadtverbandes Ingelheim, konnte auch weiterhin als vertragliche Besonderheit gewahrt bleiben.
Die Großwinternheimer Gemarkung umfasst allein ca. 700 Hektar bester Weinbergslagen und anderer Sonderkulturflächen.
Rechts, kurz hinter dem Haus Nr. 14, zweigt ein schmales Gässchen, das sog. „Reilchen“ ab. Es verkürzt seit alten Zeiten den Weg zur (katholischen) Kirche. Beim oberhalb gelegenen. Anwesen Nr.6. erinnert eine Steinmarkierung an die große „Wasserfluth“ vom 2. April 1876.
